Bayern 2020 - Teil 5: Bayerisch wird zweite Amtssprache

Erschienen am Freitag, 10. Oktober 2008

Landtag beschließt:

Bayerisch wird zweite Amtssprache

München. Der bayerische Landtag hat ein Gesetz verabschiedet, wonach Bayerisch am 1.1.2009 als offizielle zweite Amtssprache neben Deutsch eingeführt wird. Die neue Regelung gilt für die Regierungsbezirke Oberbayern (ohne München), Niederbayern und Oberpfalz, nicht aber für Franken und Schwaben. Der Gültigkeitsbereich des Gesetzes wird den Namen "Autonome Provinz Altbayern / 's eignstandige oide Baiern" (APA/EOB) erhalten.

Innenminister Schreckbein erläuterte, daß man nach dem sogenannten "Sprachskandal von Otterfing" damit dem Vorbild Südtirols in Italien folge. Im Jahre 1999 war ein Schüler getadelt worden, weil er nur Bayerisch, nicht aber Deutsch sprechen konnte. Daraufhin sahen staatliche Stellen und weite Teile der Bevölkerung die Identität des Landes, die persönliche Freiheit und die Menschenrechte bedroht. Auf einen derartigen Anschlag gegen Bayern als die innovativste Nation überhaupt habe man reagieren müssen. Schreckbein: "Der Fortschritt spricht Bayerisch !"

Das neue Gesetz regelt unter anderem, daß alle Beschilderungen zweisprachig vorzunehmen sind: Ortstafeln, Wegweiser, Bahnhofsnamen, aber auch Werbeaufschriften von Unternehmen, Plakate usw. Hier ein Muster:

Auch Zeitungen müssen zweisprachig erscheinen. Daneben wird in der APA/EOB als Tochterwährung des Euro der "Königlich-bayrische Taler" mit einem Wechselkurs von 1:1 eingeführt.

Bundeskanzler Schröder äußerte, er habe in seinem Leben noch nie so gelacht.