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Bayern 2020 - Teil 3: Tunnel im Bodensee

Erschienen am Freitag, 28. März 2008

Tunnelbau auf bayerischer Seite beginnt, Anrainer sagen Nein

Freie Fahrt unter dem Bodensee - nur in Bayern

Lindau. Bayerns Verkehrsminister Alpengras hat am gestrigen Dienstag den Startschuß für Bayerns gigantischstes Bauvorhaben aller Zeiten gegeben: Den Bau des Straßentunnels unter dem bayerischen Bodensee-Teil. „Damit werden wir zum Wohle des internationalen Wirtschaftsstandortes Bayern eine wirksame Verkehrsentlastung herbeiführen", so Alpengras beim ersten Spatenstich in Lindau-Zech, zwischen der A96 und dem östlichen Bodenseeufer.

Gigantische Unterwasserparkplätze

Der Minister drückte sein Bedauern darüber aus, daß weder die Republik Österreich, noch die Schweiz, noch das Bundesland Baden-Württemberg eine Fortführung des Tunnels auf ihrem jeweiligen Territorium planen. Unter den Landesgrenzen werden daher gigantische Unterwasserparkplätze entstehen, von denen die Autofahrer und die LKW-Ladungen mit Aufzügen an die Oberfläche gebracht werden und in Schiffe umsteigen bzw. umgeladen werden können.

Reservat für Bayerisches Riesenroß

"Auch mit diesen Hindernissen verkürzt sich die Reisezeit von Lindau nach Konstanz um zwei Minuten und dreißig Sekunden", betonte der Minister. Außerdem würden die Stadt Lindau vom Durchgangsverkehr und der Bodensee vom Schiffahrtsverkehr entlastet. Betroffen von der Entlastung sei auch die Autobahn 96 München-Lindau-Bregenz, wodurch auf den Standstreifen neue Rückzugsräume für das -wenngleich keinesfalls vom Aussterben bedrohte- Bayerische Riesenroß geschaffen werden könnten. Bayern habe somit erneut seine Zukunftsfähigkeit unter Beweis gestellt. Die Baukosten von rund zehn Milliarden Euro für den Tunnel und weiteren 15 Milliarden für die Parkplätze seien gut investiert.

   
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